Geschichte

2022

Da der alte Standort im Haus der Generationen bereits aus allen Nähten platzte und die Zahl der Jugendlichen stets gestiegen ist, machte sich die Sozialdienste Götzis gGmbH als Trägerin gemeinsam mit der Offenen Jugendarbeit Götzis erfolgreich auf die Suche nach größeren Räumlichkeiten. Konkrete Pläne formten sich im Herbst 2020 als das obere Stockwerk des Postgebäudes in Götzis in der Sankt-Ulrichstraße 48 verfügbar wurde. Im Oktober 2021 starteten die Umbauarbeiten. Insgesamt dauerte der Prozess 2 Jahre.

Die neuen Räumlichkeiten wurden entsprechend den Bedürfnissen der Jugend eingerichtet und unterteilen sich in die Büroräumlichkeiten für die Mitarbeiter:innen, in den allgemeinen Aufenthaltsraum, in einen Werk- und Bastelraum, in einen Tanz- und Workshop Raum und einen PC-Raum für die Jugendlichen. Zudem fungiert die neue Dachterrasse an warmen Tagen als zusätzlicher Raum für alle. Ohne Büroräumlichkeiten stehen den Jugendlichen nun über 200m² Platz zur Verfügung.

Mit dem Umzug der Offenen Jugendarbeit Götzis bleibt die Versorgung mit freizeitpädagogischen Angeboten im Nahbereich für Kinder und Jugendliche in Götzis erhalten. Die Nähe zum Bahnhof erweiterte zudem den Radius der erreichbaren Jugendlichen in der Gemeinde. 

2010-2022

Im Sommer kam es zu Umstrukturierungen und einer neuen Schwerpunktsetzung. Dies erforderte einen neuen Namen und ein neues Logo für den Jugendtreff. In einem Wettbewerb wurden Jugendliche aufgefordert kreative Ideen einzusenden. Am 26. Februar 2010 fanden die Preisverleihung und die Namenspräsentation statt.

Chilli Chill“ sollte der Jugendtreff in Zukunft heißen!

1998-2009

1992 wurde das Projekt „Freiraum“ von der Marktgemeinde Götzis gestartet, bei dem Jugendliche die Möglichkeit hatten Ideen für Projekte einzureichen. Unter anderem wurde hier die Einrichtung eines „Jugendcafés Götzis“ vorgeschlagen. Das Jugendcafé „Mailbox“ eröffnete im Dezember 1998, mit einer hauptamtlichen Jugendarbeiterin:; auch der Verein „Offene Jugendarbeit Götzis“ wurde gegründet. Neue Mitarbeiter:innen wurden über den Verein im Jahr 2002 angestellt. Im Jahr 2004 wurden die Jugendarbeiter:innen in die Sozialdienste Götzis GmbH integriert und der Verein blieb als Trägerverein erhalten. Aufgrund des regen Interesses waren die Räumlichkeiten bald zu klein und so zog der Jugendtreff in das Haus der Generationen um. Ab April 2006 hieß der beliebte Treffpunkt „Frog`s – der Jugend Pool“.

1984-1998

Die Katholische Jugend bemühte sich in der Folge sehr darum, die Kellerräume für die offene Jugendarbeit zu verwenden. Im Frühjahr 1984 entstanden Teams mit unterschiedlichen Aufgaben. Im Jahr 1986 konnte das Jugendhaus „s`Gwölb“ eröffnet werden und bot 12 Jahre lang ein abwechslungsreiches Angebot. Im Jahr 1998 musste es jedoch seine Pforten schließen, da die Pfarre das Kronehaus verkaufte. Die Pfarre selbst eröffnete in der Sakristei 2003 einen Jugendtreff.

1976-1983

Im Jahr 1976 war es dann soweit: das „Haus Krone“ in Götzis, – im Besitz der Kirche und bereits für die kirchliche Jugendarbeit benützt –, wurde ein offenes Jugendhaus. Im Jahr 1979 wurde der Verein „Jugendhaus Krone“ gegründet, der sich u. a. für die Sanierung des Hauses einsetzen sollte. Im Februar 1980 wurde das Jugendhaus Krone als erstes Götzner Jugendhaus eröffnet. Diverse neu gegründete Teams ermöglichten ein großes Angebot für die Jugendlichen. Durch den enormen Organisations- und Verwaltungsaufwand kam die eigentliche Arbeit mit den Jugendlichen anfangs jedoch zu kurz. Deshalb wurden in den Jahren 1980–1981 zwei hauptamtliche Mitarbeiter:innen angestellt. Durch die unterschiedlichen ideellen Ausrichtungen der kirchlichen und offenen Jugendarbeit kam es jedoch zu Spannungen, die schließlich dazu führten, dass der Mietvertrag 1983 von der Pfarre gekündigt wurde und die Gemeinde aus dem Verein „Jugendhaus Krone“ ausstieg. Das war das Ende des Kronenhauses.

1970-1971

Im Juli 1970 fand auf der Neuburg in Götzis das erste Flint Festival, ein Pop-Rock-Konzert statt. Aufgrund des großen Erfolgs sollte im Jahr 1971 ein zweites Festival stattfinden. Dieses Vorhaben wurde jedoch von der Vorarlberger Landesregierung nicht unterstützt. 10 Tage vor dem Festival wurde das Gebiet um die Neuburg unter Naturschutz gestellt. Diese Vorgehensweise stieß auf Protest vieler junger Menschen und der Ruf nach offenen Jugendhäusern ohne Konsumzwang (wie es bei Flint I möglich war) wurde lauter.

Als Vorlage diente der Artikel „Von Flint zum Jugendpool“ von Carina Kirisits aus der Zeitschrift „Haus der Generationen“ zur Eröffnung des Neubaues am 23.09.2007.