Jugendsozialarbeitsprojekte


Prävention und Jugendsozialarbeit sind wesentliche Aspekte in der Jugendarbeit. Der Begriff „Prävention“ umfasst in unserem Verständnis alle Bereiche in der Jugendarbeit.

Jedes Jahr wird ein Jugendsozialarbeitsprojekt gemeinsam mit Jugendlichen durchgeführt. Die Projekte widmen sich jugendspezifischen Themen, die im Vorfeld gemeinsam mit den Jugendlichen ausgesucht werden. Die Projekte werden von der koje (Koordinationsbüro für Offene Jugendarbeit und Entwicklung) und dem Land Vorarlberg unterstützt

 

 

Unsere Jugendsozialarbeitsprojekte der letzten Jahre:

 

2016 – New Generation

Beim Projekt „Next Generation – Mach mit“ standen die Fragen rund um die eigene Identitätsfindung – „Wer bin ich? Was darf ich? Was darf ich nicht? Wie mache ich auf mich Aufmerksam etc. – ?“ im Mittelpunkt. Da die Jugendphase besonders wichtig für die Identitätsbildung ist brauchen, die Jugendlichen Raum und Platz diese Fragen zu stellen und kritisch zu beleuchten, wie auch zu experimentieren. Mittels verschiedener Methoden bearbeiteten wir das Thema geschlechtergemischt sowie geschlechtergetrennt. Da das Thema besonders für 10-14 Jährigen brisant war konzentrierten sich die einzelnen Elemente auf diese Altersgruppe.

Mit dem Projekt erreichten wir das Ziel einen ersten gemeinsamen Schritt zu gehen und in das Thema der Identitätsfindung einzusteigen. Daran soll im folgenden Jahr angeknüpft werden.

 

2015 – Neue Wege

Mittels des Projekts wurden Strategien für den persönlichen Umgang mit Gewalt, Respekt, Frustration und Aggression mit Jungs und Mädchen erarbeitet und reflektiert. Durch die verschiedenen Aktionen wurden den Jugendlichen ihr kreatives und positives Potential und alternative Handlungsmöglichkeiten aufgezeigt  und erarbeitet.

Die 4 Säulen des Projekts:

  • Workshops zum Thema Gewalt in Kooperation mit der Musikmittelschule Götzis
  • Selbstbehauptungstage für Mädchen
  • Hüttentage für Jungs
  • Abschluss- und Reflexions Workshop

 

2014 – DIA:LOG

Die Idee des Projekts entstand durch Gespräche mit Jugendlichen über deren Anliegen, Wünsche und Themen. Dabei entstand der Projekttitel DIA:LOG. Im Mittelpunkt des Projekts standen nicht die verbale Sprache, das Herkunftsland, die Religion, der soziale Stand, sondern die Möglichkeit in einen respektvollen DIA:LOG mit seinem Gegenüber zu treten.

Ziel des Projektes ist es die Jugendlichen dabei zu unterstützen ihre Projektidee umzusetzen und sich zu präsentieren und gleichzeitig damit Vorurteile und Verhaltensmuster im Umgang mit Jugendlichen konstruktiv abzubauen und positive Formen der Kommunikation mit und unter ihnen zu schaffen. Gewaltinteraktionen, die durch Vertreibung, Ausgrenzung, Perspektivenlosigkeit und Stigmatisierung entstehen, werden dadurch reduziert.

Die einzelnen Module des Projekts:

  • Projektgestaltung mit den Jugendlichen
  • Jugendsprache kennen und verstehen
  • HipHop und die Medien
  • Selbstbewusste Mädchen/ Selbstbewusste Jungs
  • Outdoor Aktionstage
  • Öffentlichkeitsarbeit – wir zeigen uns in der Gemeinde

 

2012 – Space Act

Jugendliche wurden unterstützt, im öffentlichen Raum präsent zu sein, ihn zu gestalten und zu nutzen. Denn Jugendliche sind an öffentlichen Plätzen vermehrt nicht mehr willkommen. Der öffentliche Raum wird durch vorwiegend wirtschaftliche Interessen unserer Gesellschaft mit Verboten für freiheitsliebende Jugendliche stark eingeschränkt und bietet ihnen wenig bis überhaupt keine Gestaltungsmöglichkeiten mehr.

Anhand verschiedener Aktionen und Interventionen entstand ein Angebot für Jugendliche, dass ihnen Möglichkeiten boten vorhandene bereits angeeignete Räume auszubauen bzw. neue Impulse ihrer Raumaneignung aufzunehmen und sie dabei zu stärken.

 

2011 – Kraftraum

In 5 Modulen wurde über Gewaltprävention mit dem Themenschwerpunkt Mobbing informiert. Dabei wurden Impulse der Jugendlichen und der mobilen Jugendarbeit aufgegriffen und bearbeitet. Die Aktionen fanden hauptsächlich im öffentlichen Raum statt.

Abgeschlossen wurde das Projekt mit einer Workshopreihe sowie Podiumsdiskussion zum Thema „Mobbing betrifft uns alle“

 

2010 – Gewalt Ohne uns

Das Projekt wurde für Jugendliche im Alter von 13 bis 20 Jahre für 2 angrenzende Regionen entwickelt. Leitfaden des Projektes war ein Anti-Gewalt-Pass, bei dem die Jugendlichen bei unterschiedlichen Aktionen Punkte sammeln können. Die gesammelten Punkte konnten die Jugendlichen  anschließend bei Jugendrelevanten Veranstaltungen und Freizeitangeboten in den Regionen einlösen.

Um möglichst eine breite Palette der Jugend zu erreichen war ein abwechselndes Programm zwischen Niederschwelligkeit und höherschwelligem Angebot erforderlich. Durch die Niederschwelligkeit der Angebote sollen die Jugendlichen erreicht und angesprochen werden. Mit dem höherschwelligem Angebot wird die Problematik aufgegriffen und Verhaltensmuster analysiert bzw. neue Lösungsstrategien entwickelt.

Das Projekt war auf 3 Ebenen ausgerichtet.

  • Erlebnisorientierte Körperarbeit
  • Aktive Auseinandersetzung mit dem Thema mittels Workshops, Trainings und Vorträgen
  • Analysieren von Umgangsformen und Entwicklung von Lösungsstrategien

 

2009 – Gewalt ohne mich

Mädchen sind in den letzten Jahren hinsichtlich ihrer Rolle als Ge­walttäterinnen verstärkt in den Fokus der Aufmerksamkeit gerückt. Schlägereien sind nicht nur eine Domäne von Jungs – auch immer mehr Mädchen prügeln sich.

An öffentlichen Plätzen finden immer wieder Schlägereien statt, die von Mädchen organisiert wurden.

Anhand des Gewaltpräventionsprojektes wurden den Mädchen ein verantwortungsbewussten Umgang mit Gewalt und ein neuer Zugang zur Konfliktbewältigung aufgezeigt.